Dienstag, 13. März 2012

Ein weiterer Schritt Richtung Playoffs

Hallo liebe Leserinnen und Leser,


zu einer neuen Ausgabe meines Basketball Blogs. Einen Tag vor der Abreise zur bereits sehnlichst erwarteten Auswärts-Tour nach Berlin und München, geht es heute erst noch einmal um das vergangene Heimspiel unserer s.Oliver Baskets gegen den deutschen Meister von 2009, die EWE Baskets aus Oldenburg.


Vorne weg gesagt, dieses Spiel hat in etwa erahnen lassen, wie es bei einer möglichen Playoff Teilnahme unserer Jungs her gehen wird. Sowohl auf dem Parkett als auch auf den Rängen war diese Begegnung ein wirklicher Vorgeschmack darauf. Auch gegen Bremerhaven (am 31.3.) erwarte ich eine ähnliche Atmosphäre.


vs.

69 : 42

(14:13, 18:6, 17:15, 20:8)

s.Oliver Baskets: Little (11), Harris (11), Frazier (9), Boone (8), Kramer (7), Jacobson (6), Kleber (5), Bucknor (5), King (4), Tomaszek (2), Henneberger (1), Clay

EWE Baskets Oldenburg: Brown (11), Burrell (10), Chubb (7), Hasbrouck (6), Paulding (5), Bahiense de Mello (3), Razis, Smeulders, Strowbridge, Sehovic, Freese 

Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)


Nach der knappen 78:84 Niederlage im Hinspiel in Oldenburg war neben dem Streben nach Revanche auch der direkte Vergleich wieder ein Thema in dieser Begegnung. Das Duell mit dem deutschen Meister von 2009 als direkter Kampf um die mögliche Playoff Qualifikation, wer hätte das zu Saisonbeginn für möglich gehalten?


Das Spiel begann recht holprig. Nach genau sechs gespielten Minuten im ersten Viertel, stand es gerade einmal 6:9 aus Sicht des Aufsteigers. Ein kleiner Vorgeschmack darauf, welche Art Spiel die Zuschauer in der erneut picke packe vollen s.Oliver Arena erwarten sollte. Nach dem erfolgreichen Korb von Oldenburgs Nummer 30 Ronald Burrell zum 6:11 sollte das Spiel für die Hausherren aber erst so richtig beginnen. Bis zum Ende des ersten Viertels ließ man nur noch zwei weitere Punkte der Gäste zu und konnte im Gegenzug endlich selbst ein paar mehr Zähler auf die Anzeigentafel bringen. Das Ergebnis nach einem 8:2 Lauf des Aufsteigers nach dem ersten Viertel 14:13.


Im zweiten Viertel sollte dann ein ganz besonderes Kapitel der Würzburger Defensivkünste geschrieben werden. Die Gäste aus Oldenburg erzielten im kompletten Viertel lediglich sechs Pünktchen und die allesamt von der Freiwurflinie! Kein einziger Treffer aus dem Feld bei teilweise völlig freien Würfen. Ein Armutszeugnis für den ehemaligen deutschen Champion. Die Baskets konnten davon freilich profitieren, sie führten zur Pause mit 32.19.


Zu Beginn des dritten Abschnitts konnten die Gäste sich zunächst von ihrem Wurftief erholen, aber wirklich ran kamen sie trotzdem nicht. Spätestens 3:50 Minuten nach der Pause ging es dann für Oldenburg endgültig dahin. Ein technisches Foul gegen die Bank (meiner Meinung nach zu diesem Zeitpunkt schon längst überfällig) und die weiter konsequent durch gezogene Verteidigung der Hausherren, zogen den Oldenburgern endgültig den sprichwörtlichen Zahn. Stand nach Durchgang Nummer drei 49:34 für die s.Oliver Baskets.


Das Schlussviertel hatte dann mit Basketball, so wie wir ihn kennen, nicht mehr viel zu tun. Zumindest was die Darbietung der EWE Baskets anging. Unrühmlicher Höhepunkt das disqualifizierende Foul gegen Ronald Burrell 6:17 Minuten vor dem Ende, als er Ben Jacobson bei einem Würzburger Angriff hart zu Boden beförderte. Zum Glück konnten die Würzburger Verantwortlichen ihre Schützlinge bei den anschließenden Rangeleien auf dem Feld, schnell wieder besänftigen und zur Ordnung rufen. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Endstand 69:42 für Würzburg, das neben dem Spiel auch erneut den direkten Vergleich für sich entscheiden konnte.


Mein Fazit zum Spiel:


Ich habe wirklich schon viele - nein - sehr viele Basketball Spiele gesehen. Aber selten bis gar nicht habe ich ein Team erlebt, das so hilflos gewirkt hat wie das der EWE Baskets Oldenburg an diesem Abend. Gerade im zweiten Viertel, als Würzburgs Defensive mit den Gästen Katz und Maus spielte, hätte ich von einem Team dieser Klasse und Erfahrung einiges mehr erwartet.


Dass diese Hilflosigkeit dann in ständige Provokationen und Aggressionen umschlug, war eigentlich keine große Überraschung. Dass Spielern wie Bobby Brown oder Ronnie Burrell die Sicherungen durch brennen können, ist eigentlich nichts wirklich Neues und sicherlich auch zum großen Teil der Frustration geschuldet (soll natürlich keine Entschuldigung für das Verhalten sein, aber zumindest eine Erklärung), aber was sich das Trainer Duo der Gäste, allen voran Neu Head Coach Ralph Held, fast die komplette Spielzeit über erlaubt hat, ist mit puren Emotionen eigentlich nicht mehr zu erklären, zu entschuldigen schon gar nicht. Wer fast 40 Minuten lang auf Kampfgericht und Schiedsrichtergespann einredet, schimpft, ja mit einigen Gesten fast schon bedroht, hat auf der Trainerbank eines Beko BBL Teams meiner Meinung nach nichts, aber auch gar nichts verloren! Bei solchen Dingen wäre die Liga gut beraten mal hart durch zu greifen, auch wenn sich Ralph Held auf der PK nach dem Spiel entschuldigt hat, aber so etwas geht einfach nicht und MUSS bei einer Wiederholung Konsequenzen nach sich ziehen.


Zur Leistung der Baskets kann man in diesen Wochen eigentlich nach jedem Spiel das Gleiche sagen. Unglaubliche Leidenschaft und Intensität die da aufs Parkett gebracht wird. Sicherlich läuft es hier und da in der Offensive nach wie vor nicht rund, aber so lange man die Gegner mit dieser Defense in Schach hält, lässt sich darüber hinweg sehen.


Jetzt stehen zwei richtig harte Brocken innerhalb von nur fünf Tagen vor der Tür. Zuerst am morgigen Mittwoch Abend in der o2 World in Berlin und dann am Sonntag Nachmittag das Duell der Aufsteiger im Audi Dome zu München.


Ich bin, natürlich, bei beiden Spielen live vor Ort um unser Team zu unterstützen und von den Spielen zu berichten. Abhängig davon ob wir im Hotel W-lan haben, wird mein nächster Blog bereits Ende der Woche erscheinen. Falls nicht, wird es Anfang nächster Woche einen Blog über den kompletten Berlin-München-Trip geben. Ich freu mich wie ein Schnitzel auf unsere Hauptstadt und natürlich darauf Uli H's Nebenhobby am Sonntag eine weitere Niederlage zu zu fügen :D. 


Wer also in Berlin und München nicht dabei sein kann, Liveticker schauen und Daumen drücken, dann sollte mindestens eines der beiden Spiele gewonnen werden, am Besten natürlich beide :).


Das soll es dann auch für dieses mal gewesen sein. Ich hoffe ihr hattet euren Spaß beim Lesen und schaut auch nächstes mal wieder vorbei. 


Bis zum nächsten mal,


Freddy

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