Donnerstag, 29. März 2012

Neue Arena für Würzburg keine Illusion mehr!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,


zu einer Sonderausgabe meines Basketball Blogs. Dieser Beitrag dreht sich, wie es der Titel schon erahnen lässt, um die mögliche neue Multifunktionsarena für Würzburg bzw. Mainfranken und eines kann ich vorne weg schon sagen, ohne zuviel zu versprechen, eine Arena hier in Würzburg ist keine Utopie mehr!


Zum Pressegespräch im Forum der VR-Bank Würzburg hatte der BFP Business Campus geladen.


Das Interesse an diesem Pressegespräch war sehr groß, laut Aussage der Veranstalter größer als erwartet. Der kleine Konferenzraum im VR-Bank Gebäude platzte quasi aus allen Nähten.


Zu diesem Pressegespräch waren anwesend:



• Joachim Erhard (Vorstand der VR-Bank)
• Bruno Fraas (Gründungspartner der BFP)
• Jochen Bähr (Geschäftsführer der s.Oliver Baskets)
• Rüdiger Mengede (Geschäftsführer der Schalke 04 Arena Management GmbH)
• Andreas Steiniger (Berater/vormals Marketing-Chef FC Schalke 04)
• Manfred Ach (MdL a.D. und Mentor des BFP Business Campus)

Dazu diverse lokale und regionale Medienvertreter aus Funk, TV und Printmedien.

Bruno Fraas begann seinen Vortrag mit dem Grund, warum man nun zu diesem Zeitpunkt mit dem Thema an die Öffentlichkeit geht und zwar meinte er dass der Druck der Fans auf die Geschäftsführung der s.Oliver Baskets immer größer wird. Diesen Druck wollte man so ein Stück weit von Jochen Bähr und Steffen Liebler weg nehmen. Die Zuschauer haben beim letzten Heimspiel schon gesungen "wir wollen eine neue Halle", dieser Entwicklung will man so ein Stück weit Rechnung tragen.

Er machte jedoch auch klar, dass es heute nichts zu verkünden gibt, sondern man viel mehr darstellen möchte, wie so eine neue Arena entstehen könnte und wie man sie zum einen finanzieren und zum anderen betreiben könnte. Das Ziel sei ein runder Tisch, an dem sowohl die Stadt als auch mögliche Investoren Platz nehmen sollen.

Zu diesem Zweck waren auch die beiden Vertreter des FC Schalke 04 bzw. deren Arena Management GmbH und Marketing Experten Rüdiger Mengede und Andreas Steiniger anwesend. Die beiden stehen den Projektführern mit Rat und Tat zur Seite. Beide betonten, dass sich so eine Arena am besten trägt, wenn man sie komplett privat finanziert und betrieben bekommt. So könne man ohne Rücksicht auf die Stadt Veranstaltungen her holen und auch durch den eigenen Verkauf der jeweiligen Tickets und der Vermarktung der jeweiligen Veranstaltung bereits einen großen Teil an Einnahmen generieren. 

Laut deren Aussage ist der Markt ständig auf der Suche nach neuen Hallen bzw. Standorten in der Größenordnung der geplanten Würzburger Arena. Die Lage Würzburgs wäre für solch eine Arena mehr als ideal, da im Umkreis von 100 km nichts vergleichbares zu finden sei. 

Durch eine vorab Vermietung von Business Seats und Logen könne man bereits vor Öffnung der Arena zusätzliche finanzielle Mittel akquirieren.

Laut Baskets Geschäftsführer Jochen Bähr würde die Beko BBL eine derartige neue Arena in Würzburg natürlich sehr begrüßen, da man im Standort Würzburg für die Liga auch noch viel Entwicklungspotential sieht. Im Falle eines Hallenneubaus würden in absehbarer Zukunft auch Beko BBL Veranstaltungen wie etwa das Top Four und / oder der ALLSTAR DAY in Würzburg statt finden. Dies hätte ihm der Geschäftsführer der Beko BBL, Jan Pommer, bereits zugesichert.

Alle Beteiligten waren stets bemüht zu betonen, dass man die Halle, anders als bei früheren Projekten, komplett privat finanzieren möchte, also ohne eine Beteiligung der Stadt. Diese soll lediglich beim Grundstück und den Behördengängen (Genehmigungen etc.) mit helfen. Dazu brauche es aber weiterhin den Druck von außen, da die Stadt von sich aus kein Risiko eingehen möchte.

Auf den Einwurf eines Journalisten, der meinte "keine Multifunktionsarena sei finanziell rentabel sondern ein reines Draufleggeschäft" entgegnete Rüdiger Mengede, dass privat finanzierte Hallen bzw. Stadien durchaus rentabel sein, nur öffentlich geführte Hallen seien nicht wirklich rentabel und man könne oftmals froh sein ohne großes Minus durch eine Geschäftsjahr zu kommen.

Hier die wichtigsten Fakten des Pressegesprächs im Überblick:

- geplante Baukosten zwischen 25 und 30 Mio. Euro

- die Standortfrage soll bis Jahresende geklärt sein (idealerweise in den nächsten 3-5 Monaten)

- die Halle soll für Basketball eine Kapazität von 6.000 und für Konzerte 8.000 Zuschauer haben

- geplant sei die Eröffnung zur Saison 2014/2015

- es kommen wohl derzeit vier Standorte in Frage (Talavera, Schweinfurter Straße, Faulenberg Kaserne, Hubland)

- definitiv aus dem Rennen ist der Mainfranken Park (zu weit weg)

Ihr seht also, es tut sich was in Würzburg. Man möchte mit dieser neuen Arena auch Würzburg als Kongress Stadt weiter pushen. Durch eine neue Arena würde es auch neue Hotels etc. in der Stadt geben.

Wir dürfen also gespannt sein. Eines ist jedoch nach dem heutigen Tag sicher, eine neue Multifunktionsarena für Würzburg könnte schon sehr bald Realität werden!

Das war's dann auch schon von meiner Seite. Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

Bis zum nächsten mal,

Freddy

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